Detaillierte Biographie

Als Botschafterin der Klangsinnlichkeit zählt Elena Denisova zu den charismatischen Persönlichkeiten der internationalen Geigerelite. Wo immer sie auftritt, werden ihr von Presse und Publikum höchste musikalische Reife, absolut individuelle Interpretation und überlegene Virtuosität bescheinigt.

Biographie

Schon als Kind war die gebürtige Moskauerin vom emotionalen Ausdruck und Klangfarbenreichtum von Jascha Heifetz fasziniert; die Eltern förderten das hochsensible Talent, und bereits als Schülerin der Spezial-Musikschule des Moskauer Tschaikowsky-Konservatoriums nahm sie ihre erste Schallplatte, das Violinkonzert Nr. 2 von Wieniawski, auf.

Ihre prägende Ausbildung erhielt sie von zwei der bekanntesten Lieblingsschüler David Oistrachs, nämlich Valery Klimov und später auch Oleg Kagan am Moskauer Staatlichen Tschaikowsky-Konservatorium, das als Eliteschmiede vieler russischer Künstler gilt. Ihr Studium beendete sie mit Auszeichnung.

Die Preisträgerin mehrerer Geigen-Wettbewerbe war dann als Solistin und Kammermusikerin tätig - so in der Moskauer Staatlichen Philharmonie und als Prima des Moskauer Nationalquartetts. Ab 1990 intensivierten sich ihre Konzertreisen nach Westeuropa, und sie fand schließlich in Österreich ihre zweite Heimat. Seit 1992 ist Elena Denisova österreichische Staatsbürgerin.

Hier gründete sie die Österreichische Gustav Mahler Vereinigung, das Gustav Mahler Ensemble und die Classic Etcetera Musikvereinigung, und ist seit 2002 Intendantin des von ihr in Leben gerufenen und in Klagenfurt beheimateten Woerthersee Classics Festivals, das auch international eine sehr hohe Reputation erringen konnte.

Repertoire und Philosophie

Elena Denisova lebt für ihre Botschaft, wie Musik heute das Publikum erreichen sollte. Ihr Repertoire umfasst die gesamte Violinkonzert-Literatur vom Barock bis zur Moderne, wobei ihr Komponisten und Kollegen nachsagen, „dass sie selbst komplexeste und schwierigste moderne Stücke mit der gleichen Selbstverständlichkeit und inneren Logik darzustellen weiß, als spielte sie Brahms oder Beethoven.“ (Franz Hummel).

Die Künstlerin sieht ihre Mission so: „Sinnlichkeit im Klang bewegt die Menschen, und Klangausdruck und Timing sind meine Prioritäten. Vergleichbar einer menschlichen Stimme und doch ganz eigen muss eine Geige singen. Jede Note muss unter die Haut gehen.“ Ihr Nuancenreichtum, die Mühelosigkeit, mit der sie technische Herausforderungen meistert, die Ausdruckskraft und Wandlungsfähigkeit ihres Tons und die umfassende Kenntnis der Stilistik aller Musiksprachen, sind nur einige ihrer umfangreichen künstlerischen Qualitäten.

Tourneen und Festivals

Zahlreiche Tourneen führten und führen die Künstlerin durch die Welt, nach Kanada und die USA und oft auch in exotische Regionen wie Ägypten oder Taiwan, und neben West- und Mitteleuropa auch zunehmend in die neuen EU-Staaten Bulgarien, Slowakei, Polen, Slowenien, Kroatien und Ungarn. Elena Denisova tritt – außer bei ihrem eigenen - bei zahlreichen Festivals auf, wie etwa dem Carinthischen Sommer Ossiach, dem Bodensee-Festival, dem Flandern-Musikfestival, den Wiener Festivals Hörgänge und Klangbogen, dem Ljubljana Festival, dem Festival Russischer Winter in Moskau, den Concerti di Primavere in Parma, dem Beethovenfest Bonn, u.v.a.

Begleitet wurde sie, u.a. von  den Moskauer Philharmonikern, dem Royal Philharmonic Orchestra London, den Münchener Symphonikern, dem Rundfunkorchester Budapest, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Trondheim Symphonie-Orchester, dem der George Enescu Philharmonie, dem Sofia Philharmonic Orchestra, der Slowakischen Philharmonie, dem Berliner Rundfunk Orchester, dem Zagreber Symphonie Orchester, der Slowenischen Philharmonie und der Kiew National Philharmonie, der Capella Istropolitana, und natürlich ihren eigenen Formationen, dem Gustav Mahler Ensemble und dem Collegium Musicum Carinthia.

„Unglaublich, diese Denisova!“

Wenn ihr Terminkalender es zulässt, so fördert sie aufmerksam und liebevoll Talente - in Meisterkursen ebenso wie als Jurymitglied internationaler Violinwettbewerbe. Sie unterrichtet u.a. auch am Austro-American-Institute in Wien, hält Vorträge an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und sorgt sich zudem auch um Chancengleichheit und Förderung von jungen Musikerinnen.

Seit Jahren inspiriert Elena Denisova Geigenbauer auf der ganzen Welt zur Kreation neuartiger Geigen speziell für die Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts.

Wo sie hinkommt, berührt und fasziniert Elena Denisova Publikum und Kritik: „Absolument remarquable!“, jubelte beispielsweise die französische Zeitung Le Courier Picard; „Unglaublich, diese Denisova!“, hieß es in der Hamburger Die Zeit; „Worthy of serious investigation", befand das holländische Fachmagazin The Strad über die immer authentische, bei all ihrer Ausstrahlung sympathische und bescheidene Künstlerin.

Auch Kollegen und Kolleginnen zollen ihr höchstes Lob. „Klar und überzeugend verfolgt und vertieft sie ihre Linie in der Violinkunst, erfüllt ihr Spiel mit Unmittelbarkeit, Beseeltheit und Harmonie", schrieb etwa die bekannte Cellistin Natalia Gutman.

Mit Elena Denisova ist die Welt in jedem Fall um eine Meisterin der Violine und eine Botschafterin sinnlicher Klangwelten reicher.

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